20 jahre abi….

jap – so lang ist das schon her. eingeladen hatte die klasse, von der ich mich nach der 10ten trennte, um das wg zu besuchen. hatte mich riesig gefreut, als die einladung im briefkasten war und je näher der termin rückte, desto größer wurde das muffensausen.

es gab zeiten, da hab ich mich nicht sehr wohl in der klasse gefühlt. eine ‚beste‘ freundin hatte ich nicht und die meiste zeit gab ich den klassenkasper (kommen sie mir jetzt ja nicht mit adhs oder unterforderung), was sich dann auch nach dem schulwechsel nicht geändert hat.

umso schöner dann, als ich in die cafeteria kam, von einigen sofort erkannt wurde und andere mich fragten, ob ich überhaupt auf dieser schule gewesen sei 🙂

ich hab die mädels sofort alle wieder erkannt. so viele waren es aber auch nicht. begonnen als 2zügige stufe an einem katholischen mädchengymi war es zum abi gerade mal noch eine klasse.

die ganze angst war völlig unbegründet. es war einfach nur ein wunderschöner tag. ganz toll hab ich mich mit 2 mädels aus der paraklasse unterhalten. eine lebt jetzt in bremen und strickt gerne opal (die werd ich wohl bei meinem ausflug im juli besuchen müssen), die andere wohnt zwischen tutto und drachenwolle und ich soll sie unbedingt am freitag besuchen und ihr am besten noch das sockenstricken beibringen.  lustigerweise haben wir an dem treffen mehr miteinander gesprochen wie in den 6 gemeinsamen schuljahren.

es kam dann noch raus, dass sich ein harter kern jedes jahr an weihnachten trifft. ich denke, da bin ich dieses jahr auch dabei. alles ganz tolle frauen geworden…….

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umstellung

nach fast 20 jahren zeigt mein blutdrucksenkendes medi schwächen. es ist (laut arzt) das einzige, das man auch während einer schwangerschaft nehmen kann. naja – das thema ist ja jetzt durch und ich werde langsam umgestellt.

das neue hat auch eine entwässernde wirkung. am tag 4 kann ich nur eins sagen: ich bin nicht zu dick – ich bin zu flüssig……

traurig….

heute beim tüv gewesen und mein hausarzt rät mir von einem weiteren kind ab. der blutdruck macht das nicht mit….

wenn ich mir das die vergangenen 3 jahre genauer anschaue, war ich an die 10 mal für 1-2 wochen schwanger. es soll halt nicht sein. hab ja auch eine verantwortung gegenüber meinen kindern und auch meinem mann.

aber es ist so endgültig – macht traurig…….

8 jahre….

ich würd ja gerne mal so ein paar wunderschöne zeilen wie manch andere bloggerin über ihren mann schreiben. mir fehlen dazu die worte. nur soviel:

 

i dät’s grad nommel ♥……

 

eigentlich schenken wir uns ja nichts, aber der mann meinte, es hätte schon viel zu lange keine blumen gegeben und immer nur wolle sei ja auch doof ♡

ich war mal sooooo verliebt in dich. da war ich 17 und du 27. in unserer stammkneipe saßt du immer an der theke. mit dunklem hefe und ab und zu ein jacky-cola – was sonst. ich fand dich toll. eines deiner lieblingsbücher war „der steppenwolf“. das hatte mir damals ganz frisch mein deutsch-lk-lehrer empfohlen, weil ich die bücherliste für den unterricht schon nach kurzer zeit durchhatte. ich nannte dich harry und ich war deine maria.

nur wenn ich im darten mal wieder besonders gut geworfen hatte und du nicht, dann hast du mich miststück genannt. DU durftest das. du warst so toll. allerdings sah ich mit der zeit immer mehr den großen bruder in dir, den ich nie hatte. dummerweise hast du dich dann in mich verliebt. da war ich 20 und du 30. aber das verging irgendwann auch wieder und wenn wir gegeneinander tischfussball gespielt haben war ich auch wieder das mmmmmmmiststück. nicht umsonst hattest du den namen „mister1000chancen1tor“. du konntest den ball ewig zwischen den beiden abwehrmännekes hin und her spielen……

eine zeitlang haben wir dann sogar im gleichen unternehmen gearbeitet. nie vergesse ich den tag, an dem du mich zum essen einladen wolltest und ich keine lust hatte. ich war schon die vergangenen 3 tage auswärts essen, teils geschäftlich, teils privat und wollte den abend nur mit fernsehen auf dem sofa verbringen. endlich daheim traf mich die erkenntnis wie ein blitz: DU hattest geburtstag. mit einer flasche sekt bewaffnet hab ich mich auf den weg zu dir gemacht. du warst – ohne das dir irgendjemand gratuliert hatte – im fischle. mein aufschlagen dort hat dich dann noch ne lokalrunde gekostet und wir hatten noch einen wirlich lustigen abend….

du hast dich dann selbstständig gemacht und bist nach schopfheim gezogen. scheisse weit weg, aber der kontakt ist nie abgebrochen. ich hab dich auch mal zu einer geschäftsreise begleitet. ich fand dein um-die-welt-gondeln irgendwie cool aber du hast gejammert. barcelona, paris, amsterdam, rio, new york ist alleine immer gleich beschissen und es ist völlig wurst, in welcher hotelbar du alleine sitzt.

unser amsterdam-trip war legendär! gleich am ersten abend haben wir es verpasst essen zu gehen, weil wir mit ein paar studenten in einer echt urigen kneipe mit geiler mucke verhockt sind. das heineken brach uns das genick und nachdem wir im hotel unmengen kohle in den getränkeautomaten für eine dose cola geworfen haben, fiel ich ins koma und du hingst die nacht über der schüssel. nie wieder heineken haben wir uns geschworen und ich hab es ausgerechnet hier in der reha gebrochen. aber unwissentlich – ich schwör – es stand hinten auf der flasche nur ganz klein drauf. wir waren beim urugayaner gigantisch gut essen. steaks und sparerips und der besitzer hat sich mit der gitarre in die mitte des lokals gesetzt und gesungen. indisch waren wir auch noch. und falafel von einem straßenimbiss. die waren so scharf. das fand aber nur ich. auch noch nach einer halben stunde. wir haben uns fast in die hosen gemacht vor lachen, als du das stück chili zwischen meinen zähnen entdeckt hast. wie sonst nur spinat hing mir das mega-scharfe zeugs da an meiner speziellen stelle am schneidezahn…. super.

ich heul mir gerade die augen aus dem kopf, bei den vielen schönen erinnerungen.

als meine tochter zur welt kam, wurden deine besuche bei uns auch wieder regelmäßiger. du warst so vernarrt in kinder. wolltest so gern eigene, aber hast einfach nicht die richtige frau dazu gefunden. auf einem geburtstag wollten wir dich mit einer freundin von mir verkuppeln. sogar deinen bart hast du dafür geopfert. e. war ab dem abend mit dem kleinen bruder deines besten kumpels zusammen. ..

unsere spieleabende fanden wegen mir nun nachmittags statt. unsere clique hat sich einfach angepasst. outburst, tabu, trivial pursuit, risiko (natürlich um die weltmacht). zu kinderlosen zeiten doppelkopf durchspielte nächte. es war so schön….

noch gar nicht lange her, da bist du wieder näher her gezogen. hast dich beruflich verändert. du hast mich sogar hier in der reha angerufen. wir haben ausgemacht, dass du einfach vorbeischneist, wenn wir wieder daheim sind. käffchen geht bei dir immer. schwarz wie die nacht.

nun ruft heut unser beider kumpel an. auf dem handy. hartnäckig. ich hab ihn schon 3 x abgewiesen, sogar eine sms geschickt, dass ich in davos bin. zur reha mit den kindern. trotzdem nochmal angerufen. mit einem gemotze, dass mich der anruf ein vermögen kostet, hab ich dann doch abgenommen. dann hab ich es erfahren:

du lebst nicht mehr. du hattest gestern einen tödlichen autounfall. völlig unverschuldet und als einziger der vielen beteiligten. ich bin so unendlich traurig. machs gut jackie – du fehlst mir…..

 

4 wochen

ist sie nun tot. die trauer ist gering bis nicht vorhanden. das ist schade, aber liegt nicht an mir. seit ein paar tagen hab ich das testament vorliegen, zur eröffnung hat mich der notar nicht offiziell geladen, da mein vater ihm gegenüber sagte, er werde mir den termin nennen. hat er aber nicht… aber von vorne:

ende der 90ziger jahre hatte mein vater seinen 4ten infarkt. ziemlich zeitgleich wurden uneheliche kinder ehelichen gleichgestellt. noch im krankenhaus wurde von mir verlangt, einen erbverzicht für das erbe zu unterschreiben, allerdings sei das keine anerkennung der vaterschaft. meine eltern sind nicht verheiratet. also mein vater schon, aber eben nicht mit meiner mutter. die „andere“ familie hatte wohl angst ums erbe und wollte, dass ich das unterschreibe. sagte damals meine mutter. ich hab mich geweigert. schließlich steht mein vater nicht mal in meiner geburtsurkunde. wozu also hab ich mich damals gefragt und damit war das thema für mich erledigt. mein vater wurde am herzen operiert, ich hab meine mutter fast täglich ins 80 km entfernte krankenhaus gefahren und gut.

meine mutter ließ aber nicht locker. war ich vorher jeden abend nach der arbeit auf einen sprung bei ihr, durfte ich das ab dem tag nicht mehr. nicht mehr nach hause kommen. ich saß luftlinie 500 m in meinem 1-zimmer-appartement und durfte nicht nach hause. es war hart für mich, aber meine eltern hat das gar nicht interessiert. mein vater sprach gar nicht mehr mit mir. meine mutter dagegen schon. sie rief mich bei der arbeit an. wenn ich meine meinung äußern wollte, legte sie einfach auf. irgendwann boten sie mir geld für die unterzeichnung. ich lehnte ab.

wochenlang ging das so. ich durfte nicht mehr nach hause kommen und wurde am telefon beschimpft. sogar nachts rief sie an. sie hätte so angst vor meinem vater, dass er ihr was antue, wenn ich nicht endlich unterschreiben würde. sie bearbeitete irgendwann sogar freunde von mir. die sollten mich zur unterzeichnung bringen. schließlich sei ich ja dafür dann auch die alleinerbin ihres vermögens.

ich bin dann irgendwann eingeknickt und habe unterschrieben. ich wollte einfach nur noch meine ruhe. keine nächtlichen anrufe meiner betrunkenen mutter, keine beschimpfungen mehr, fertig. beim notartermin hat er mich nicht einmal gegrüsst.

das verhältnis zu meinem vater war noch nie gut, aber nach der geschichte so gut wie nicht mehr vorhanden. von ihm hatte ich schon allerlei namen erhalten: blöde kuh, flitscherl, bumsstation um nur mal ein paar zu nennen. aber wenigstens konnte ich nach der arbeit wieder zu meiner mutter – wenn der vater nicht da war. die besuche wurden aber weniger, denn die beschimpfungen hatte dann meine mutter übernommen. auch der alkoholkonsum nahm stark zu. getrunken hatte sie schon immer. kenn ich gar nicht anders. sekt und wein. keine harten sachen, aber dafür eben rund um die uhr. irgendwann hatte sie eine gelbsucht, man hat sie nur nicht gleich erkannt, weil sie täglich unterm solarium lag. sie meinte, da seien muscheln daran schuld. ihre ärztin sagte damals schon, finger weg vom alkohol.

ich hatte mit 6 jahren einen vollrausch, weil meine mutter mir den wein zu trinken gab, den ihr ein nachbar eingeschenkt hat. ihr war er zu süß, dann sollte ich ihn eben trinken. war für sie völlig o.k.. sie erzählte das immer als lustige anekdote. jedes jahr setzte sie einen rumtopf an (es waren die 80er) und gab mir dann die früchte, die sie nicht mochte. eierlikörgläser gab man mir zum ausschlecken, weil es so lustig aussah, wenn ich versuchte mit meiner zunge an den glasboden zu kommen…..

als ich 11 jahre alt war, hab ich ihr das erste mal vorgeschlagen, eine therapie zu machen weil ich fand, dass sie zuviel trinkt. ich ging morgens um 7 aus dem haus. da lag sie noch im bett und kam mittags um 5 von der schule heim. da lag sie dann auf dem sofa. nur mittwoch und donnerstag da hat sie sich aufgebrezelt, denn da kam mein vater.

eine tante von mir hat meiner mutter ebenfalls in den 90ern gesagt, dass ihr alkoholkonsum nicht normal ist. den kontakt zu ihr hat sie abgebrochen. mit den anderen geschwistern hatte sie fast nur telefonisch kontakt. einmal die woche zu einer festen zeit konnte sie sich immer zusammenreißen und vor den telefonaten mal 1-2 stündchen nichts trinken. da hatte sie sich im griff. eine dieser tanten hat mich dann auch immer wieder dazu gebracht, den kontakt zu meiner mutter wieder aufzunehmen. ich hätte das zu ertragen, soll eine faust in der tasche machen und es sei schließlich meine mutter. ich hab mich jedesmal wieder breitschlagen lassen. hab immer wieder versucht, altes zu vergessen und einen neuanfang zu starten.

es gab in den vergangenen 10 jahren viele demütigungen meiner mutter. als ich ihr sagte, dass ich das ich mein erstes kind bekomme, war ihr kommentar: ich hoffe, du weißt von wem…. andere geschichte: weil ich wütend darüber war, dass sie unserem sohn alex geld „für felix“ auf unser konto überwiesen hatte, nannte sie mich ein arschloch. schon während der schwangerschaft ließ sie sich über den namen alex aus. der sei blöd, felix sei viel schöner….. meine tochter hatte regelrecht angst vor meiner mutter. fiel die andere oma als babysitter aus, bot sie ihr taschengeld an um einen babysitter von der agentur zu bezahlen, nur ja nicht die böse oma sollte kommen. man kann sich aber denken, dass das eh nie eine option für mich war. eher blieb ich dann eben zuhause und das auch gerne. nach der sache mit „felix“ hatte ich den kontakt entgültig abgebrochen und ließ mich auch von einer tante nicht umstimmen. die gespräche mit der psychologin halfen da auch sehr.

das letzte jahr war die trinkerei wohl so schlimm, dass sie sich die angebrochenen flaschen wein von meinem vater geschnappt hat und die dann im haus und im garten versteckt hat. sobald mein vater länger wie eine halbe stunde außer haus war, ging es dann los. gegessen hat sie so gut wie nichts mehr. auch sei sie sehr böse gewesen und hätte oft nach 5 minuten schon nicht mehr gewusst, was sie gerade eben gesagt hatte. der alkohol tat seine arbeit und der bauchraum war eine große offenen baustelle. das ganze dorf weiß, dass meine mutter getrunken hat, seit jahrzehnten. die verwandschaft will nichts davon gewusst haben. wenn ich weiß, dass ich einen alkoholkranken im haus habe, verzichte ich auf alkohol – aber das ist wieder ein anderes thema.

ich war immer auf mich allein gestellt. hab meine ausbildung nach dem abitur selbst durch einen kredit finanziert, weil von meinen eltern keinerlei unterstützung kam. als ich damals alleinerziehend mit meiner tochter war, kam auch keine hilfe in form von babysitten. im gegenteil. meine mutter rief mich nachts um 10 an, um zu prüfen ob ich daheim bin oder ob ich mein kind allein lass um party zu machen. das fröschi war mit der stillerei ganz zufrieden und schlief oft die nacht durch. das glaubte mir meine mutter nicht und fragte mich allen ernstes ob ich schnaps in den schoppi füllen würde. es kamen noch mehr solch unverschämter vorwürfe und dank einer guten therapeutin weiß ich heute, dass mich meine mutter eigentlich nie wollte. deshalb war es für sie unvorstellbar, dass ich mein „altes“ leben mit arbeit, freunden und partys nicht vermisst habe und mein leben als mami in vollen zügen genossen hab und das dann auch noch ohne mann….. für sie unvorstellbar.

zurück zur aktuellen situation: mein vater hat sich uns angenähert. zuerst dachte ich, weil er nun doch gemerkt hat, was die letzten jahre so alles schief lief. nach der testamentseröffung hatte ich gewissheit. das war alles nur, um mich auch noch um meinen pflichtteil zu betrügen. zitat:die mutti wollte, dass ich nichts bekomme, aber er ja nicht. (das hat sie so auch ins testament geschrieben. das mir versprochene alleinerbe soll an meinen vater gehen bzw an dessen sohn). deshalb soll ich zum notar kommen und er würde mir dann einen betrag zahlen, dass ich auch was hätte. stutzig wurde ich, als er bei der beisetzung, quasi an der urne vom anwalt anfing. dass ich meinen pflichtteil ja schon bekommen hätte. sich völlig dumm gestellt hat und scheinbar gar nicht mehr wusste, was beim verzicht auf sein erbe abgemacht war. auch bei den beerdigungskosten hat er nen tausender draufgehauen. als ich mich beim bestatter nach dem rechnungsbetrag erkundigt habe, bekam ich den rat mir unverzüglich einen anwalt zu nehmen. dieser mann (mein vater) sei nicht ehrlich zu mir und man hätte sie (die bestatter) auch schon auf den herrn x. angesprochen. achja – als ehemann hat er sich ausgegeben, dabei ist er nicht mal eingetragener lebenspartner. zuerst wollte er übrigens sein erbe ausschlagen und ich sollte alles erben (wegen der erbschaftssteuer) und ihm dann das geld geben (weil die mutti wollte ja nicht, dass du was bekommst).

vom notariat bekam ich dann auch noch den hinweis, dass ich mir einen anwalt nehmen soll. das hab ich jetzt auch getan. auch auf die gefahr hin, dass ich bei der verwandschaft als böse, undankbare tochter dastehe. von denen hat sich die letzten 38 jahre auch niemand für mich interessiert. außer ein paar und die werden mich sicher verstehen.

ich trauere nicht. ich hab schon lange keine mutter keine eltern mehr. dafür hatte ich hilfe nötig, die hab ich mir gesucht und gefunden. aber ich finde es schade, dass meine mutter so sterben musste. nachts, ganz allein im krankenhaus. allerdings hätte ich nicht die person sein können, die sie auf ihrem letzten weg begleitet. unser verhältnis war zu gestört.  aber es tut mir leid, dass sie nicht mit dem gedanken gestorben ist, dass alles gut war/ist. sie war immer unzufrieden mit ihrem leben, für das sie aber selbst verantwortlich war. nicht mal ihrem einzigen kind hat sie das glück gegönnt.

ich weiß nicht, von wem ich das habe, aber ich lebe mein leben so, dass ich damit klar komme. dass ich aufrecht zu meinem tun und handeln stehen kann und nicht so, dass es anderen gefällt, was ich mache. ich lebe mit der gewissheit, dass ich alles (!) nochmal genau gleich machen würde, denn sonst wäre ich nicht die, die ich heute bin.

ich sags mit mmw

 

vergangene woche hatte ich meinen letzten (!) termin bei der psychologin. ich bin wohl gar nicht so durchgeknallt und eine therapie finden wir beide gerade nicht nötig.

ich hatte 4 gesprächstermine und nach jedem ging es mir besser. mein großes problem war immer das verhalten meiner eltern – speziell meiner mutter – mir gegenüber. in einer phase „warum hat meine mami mich nicht lieb“ war dann auch kein rationales denken mehr möglich und so eine nachricht wie z.b. von dem busunfall in der schweiz hätte dann dazu geführt, dass ich meien sohn morgens nur weinend zum bus hätte bringen können….. wenn überhaupt vor lauter panik.

jedenfalls hat die psychologin beim 2ten gespräch die vermutung geäußert, dass meine mutter mich (entgegen allem was sie mir immer erzählt hat) nie gewollt hat. dieser eine kleine satz macht ALLES erklärbar. immer wenn mein vater nicht da war, hatte ich die rolle des ersatz-partners. als mein vater dann immer häufiger bei uns war, brauchte sie mich dafür nicht mehr. wahrscheinlich hat sie mich nur bekommen, weil sie damit meinen vater dazu bringen wollte ganz bei ihr zu bleiben. aber das hat nicht geklappt und er war immer nur von mittwoch abend bis freitag morgen bei uns – den rest der woche verbrachte er mit seiner ehefrau und den 2 kindern…… bis er eben irgendwann als ich teenie war ganz zu meiner mutter zog und ab da hab ich nur noch gestört – logisch!

ist aber eigentlich alles pupsegal – denn diese erklärbarkeit hilft mir so unglaublich! es ist der wahnsinn. es liegt bzw. lag nie an mir. ich bin nicht der schlechte mensch, den sie mir jahrelang versucht haben einzureden. die kritik an mir, meinem handeln, meiner figur….. alles nur, damit sie sich in besserem licht sehen können……

es ist so eine befreiung…

 

mützenlos

war ich noch bis vor kurzem. aber vergangenen samstag haben wir auf dem weg zum wochenmarkt einen kurzen stopp beim wolldealer eingelegt. schon lange wollte ich mir eine kopfbedeckung nadeln und die neuen garne von lanagrossa (hier gibt’s leider nix anderes) fand ich dazu noch ganz toll. ich hatte zuerst einen bobbel in grau-rosa in den händen. aber mein held fand in den untersten regalen diese schönheiten hier:

lana grossa olympia farbe 015

grau-schwarz und ganz viel dunkles rot…..

meine farben

samstag abend und sonntag mittag wurde dann fleißig genadelt – 8er stärke geht ja flott……

mütze & mini-cowl

und montag morgen konnte das set dann schon ausgeführt werden.

~~~

die kinderlein waren von mütze, cowl und wolle überhaupt begeistert und so

bekam ich das o.k. nochmal ein paar bobbels von der olympia zu holen.

endlich mag der kleine held was anderes wie die olle schwarze vfb-mütze.

farbe 002

er hat sich nämlich für blau-grün-gelb-lila entschieden.

bei fröschi hatte ich ja gedacht, sie wählt grau-rosa, aber die zeiten sind wohl vorbei 🙂

farbe 014

fröschi möchte mütze mit cowl und ich hab noch ein uni-knäul mitgenommen,

lana grossa cardato farbe 005

dann bekommt sie ihre ersten pulswärmer, die sie sich schon lange wünscht

gestern abend dann mal die kleineheldenmütze angeschlagen und sogar gleich fertig gestellt…

heute morgen aufgezogen und sofort heiß und innig geliebt

mein süßer...

allein

schon die tatsache, dass ich kommende woche das erste gespräch habe, gibt mir soviel kraft, dass ich heute voller tatendrang das treppenhaus streiche meinen stash nach wolle für den scrappy durchwühle 🙂 aber vorher wird wenigstens noch gebügelt…..