tag 25/03 – 14.07.2013

der tod von jackie hat mich beim reha-tagebuch aus der bahn geworfen. wir sind schon wieder zuhause, aber ich versuch jetzt einfach nachzutragen:

 

der letzte sonntag in davos. ausschlafen, frühstücken und den vormittag mit lesen, stricken, daddeln verbummeln. dann die rucksäcke packen, weil wir direkt nach dem mittagessen in sertigtal wollten.

tagesziel

nach dem essen (kalbsbraten) also schnell zum bus. mit der gästekarte kamen wir ein gutes stück weit, allerdings mussten wir umsteigen und in den seitentälern hat unsere karte keine gültigkeit. die preise in und um davos hauen einen manchmal aus den latschen. eine busfahrt über knapp 6 km kostet bei uns im taxi weniger. naja – dafür ist die landschaft dann aber auch nicht so überwältigend.

herrlichst

an der endstation angekommen, waren die kinder von den mini-ziegen restlos begeistert.

allerdings haben wir nicht viel zeit dort verloren, sondern haben uns auf den weg zum wasserfall gemacht.

ich weiß nicht, ob ich schon mal so reines wasser gesehen habe.

DAS gibt bestimmt leckeren honig

die kleine wanderung war wirklich toll.

die jungs haben einen damm gebaut.

toller spielplatz

die mütter die fauna bestaunt.

alpenrosen

 

enzian. das blau ist der hammer. die kamera verzweifelt daran….

 

die mädels mädelssachen besprochen.

spaß

lief man auf dem weg entlang des baches (der während der schneeschmelze sicherlich ein reißender fluß ist) war es mächtig heiß. im bachbett war es erträglicher: das eiskalte wasser machte auch die luft herrlich frisch.

ohmmmmm

glitzrig

zur schneeschmelze bin ich ganz schön riesig….

 

wasserfall

 

wir waren da….

daran denken, wenn man den nächsten schrott aus china kauft…..

 

die jungs hatten zuerst keine rechte lust, sich von ihrem damm zu trennen, aber die aussicht auf ein eis machte den abschied dann doch noch erträglich. nach einer erfrischung und ner runde ziegenkuscheln

alle stehen auf fröschi….

dörfli liegt bereits im schatten…

 

fuhren wir dann wieder mit einem topmodernen bus zurück

kostenloses internet….

… und defibrilator

 

und kamen müde und zufrieden an der klinik an.

bis zum abendessen war es auch nicht mehr lange und so ließen wir den abend wie immer mit tischkickern und stricken ausklingen. allerdings mit einem lachenden und einem weinende auge: die vorfreude auf den nächsten tag, wenn der große held eeeeeeeeeendlich hier in davos ankommt und der tod von jackie….

 

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ich war mal sooooo verliebt in dich. da war ich 17 und du 27. in unserer stammkneipe saßt du immer an der theke. mit dunklem hefe und ab und zu ein jacky-cola – was sonst. ich fand dich toll. eines deiner lieblingsbücher war „der steppenwolf“. das hatte mir damals ganz frisch mein deutsch-lk-lehrer empfohlen, weil ich die bücherliste für den unterricht schon nach kurzer zeit durchhatte. ich nannte dich harry und ich war deine maria.

nur wenn ich im darten mal wieder besonders gut geworfen hatte und du nicht, dann hast du mich miststück genannt. DU durftest das. du warst so toll. allerdings sah ich mit der zeit immer mehr den großen bruder in dir, den ich nie hatte. dummerweise hast du dich dann in mich verliebt. da war ich 20 und du 30. aber das verging irgendwann auch wieder und wenn wir gegeneinander tischfussball gespielt haben war ich auch wieder das mmmmmmmiststück. nicht umsonst hattest du den namen „mister1000chancen1tor“. du konntest den ball ewig zwischen den beiden abwehrmännekes hin und her spielen……

eine zeitlang haben wir dann sogar im gleichen unternehmen gearbeitet. nie vergesse ich den tag, an dem du mich zum essen einladen wolltest und ich keine lust hatte. ich war schon die vergangenen 3 tage auswärts essen, teils geschäftlich, teils privat und wollte den abend nur mit fernsehen auf dem sofa verbringen. endlich daheim traf mich die erkenntnis wie ein blitz: DU hattest geburtstag. mit einer flasche sekt bewaffnet hab ich mich auf den weg zu dir gemacht. du warst – ohne das dir irgendjemand gratuliert hatte – im fischle. mein aufschlagen dort hat dich dann noch ne lokalrunde gekostet und wir hatten noch einen wirlich lustigen abend….

du hast dich dann selbstständig gemacht und bist nach schopfheim gezogen. scheisse weit weg, aber der kontakt ist nie abgebrochen. ich hab dich auch mal zu einer geschäftsreise begleitet. ich fand dein um-die-welt-gondeln irgendwie cool aber du hast gejammert. barcelona, paris, amsterdam, rio, new york ist alleine immer gleich beschissen und es ist völlig wurst, in welcher hotelbar du alleine sitzt.

unser amsterdam-trip war legendär! gleich am ersten abend haben wir es verpasst essen zu gehen, weil wir mit ein paar studenten in einer echt urigen kneipe mit geiler mucke verhockt sind. das heineken brach uns das genick und nachdem wir im hotel unmengen kohle in den getränkeautomaten für eine dose cola geworfen haben, fiel ich ins koma und du hingst die nacht über der schüssel. nie wieder heineken haben wir uns geschworen und ich hab es ausgerechnet hier in der reha gebrochen. aber unwissentlich – ich schwör – es stand hinten auf der flasche nur ganz klein drauf. wir waren beim urugayaner gigantisch gut essen. steaks und sparerips und der besitzer hat sich mit der gitarre in die mitte des lokals gesetzt und gesungen. indisch waren wir auch noch. und falafel von einem straßenimbiss. die waren so scharf. das fand aber nur ich. auch noch nach einer halben stunde. wir haben uns fast in die hosen gemacht vor lachen, als du das stück chili zwischen meinen zähnen entdeckt hast. wie sonst nur spinat hing mir das mega-scharfe zeugs da an meiner speziellen stelle am schneidezahn…. super.

ich heul mir gerade die augen aus dem kopf, bei den vielen schönen erinnerungen.

als meine tochter zur welt kam, wurden deine besuche bei uns auch wieder regelmäßiger. du warst so vernarrt in kinder. wolltest so gern eigene, aber hast einfach nicht die richtige frau dazu gefunden. auf einem geburtstag wollten wir dich mit einer freundin von mir verkuppeln. sogar deinen bart hast du dafür geopfert. e. war ab dem abend mit dem kleinen bruder deines besten kumpels zusammen. ..

unsere spieleabende fanden wegen mir nun nachmittags statt. unsere clique hat sich einfach angepasst. outburst, tabu, trivial pursuit, risiko (natürlich um die weltmacht). zu kinderlosen zeiten doppelkopf durchspielte nächte. es war so schön….

noch gar nicht lange her, da bist du wieder näher her gezogen. hast dich beruflich verändert. du hast mich sogar hier in der reha angerufen. wir haben ausgemacht, dass du einfach vorbeischneist, wenn wir wieder daheim sind. käffchen geht bei dir immer. schwarz wie die nacht.

nun ruft heut unser beider kumpel an. auf dem handy. hartnäckig. ich hab ihn schon 3 x abgewiesen, sogar eine sms geschickt, dass ich in davos bin. zur reha mit den kindern. trotzdem nochmal angerufen. mit einem gemotze, dass mich der anruf ein vermögen kostet, hab ich dann doch abgenommen. dann hab ich es erfahren:

du lebst nicht mehr. du hattest gestern einen tödlichen autounfall. völlig unverschuldet und als einziger der vielen beteiligten. ich bin so unendlich traurig. machs gut jackie – du fehlst mir…..

 

tag 24/04 – 13.07.2013

samstag – wochenende – keine termine…. also erst mal schlafen bis 8. vordiezimmertürtauglich machen und zum frühstück.

obwohl das noch bis 8:45 uhr angeboten wird, gibt es leider bereits kurz nach 8 keine brötchen mehr. man sieht aber gleich warum: es gibt eltern, die packen sich gerne 10 brötchen ins lunchpaket und einen halben obstkorb… man, man, man *kopfschüttel*. man wird aber auch von mischbrot und haferflocken mit milch satt. deshalb ist das alles gar nicht sooooo schlimm 🙂

der vormittag wird mit spielen, baden, lesen rumgebracht und nach dem mittagessen (hühnerfrikassee mit risi-bisi) geht es zu den 13 stationen, die die pädagogen auf dem klinikgelände verteilt haben. die kindergartenkinder müssen an döschen riechen, die schulkinder müssen fragen beantworten.

fragen und riechen…

am ende kommt ein lösungswort heraus und mit ein bisschen glück gibt es am dienstag beim sommerfest einen gewinn.

wir hätten bei der ralley gar nicht her gemusst, aber irgendwas hat mich angezogen….. der alte friedhof der klinik

nach der sucherei hatten wir uns alle ein eis verdient, dass wir uns am seecafe genehmigten. fläzig in den lounch-möbeln kann man es prima aushalten. kurz darauf kam noch eine mami aus der klinik dazu und wir liefen gemeinsam ein wenig am see entlang. an einer seichten stelle am ufer ließen wir schuhe und socken stehen (die kinder sogar die jeans – vorsichtshalber) und wagten uns in den see.

***

in der sonne trocknen

 

auf der anderen seite sahen wir sogar jemanden schwimmen,

bibber

aber dazu hatte unser mut nicht gereicht. schon an den füßen war es bibber…. sehr kalt. eine klitzekleine wasserschlacht gab es trotzdem und danach ein paar kekse um die trocknungszeit auf dem felsblock zu versüßen.

zurück in der klinik spielten wir noch tischtennis, waren ein weilchen auf dem spielplatz und gingen dann zum abendessen. danach ging die tochter noch zum schwimmen und der kleine held und ich wollten „findet nemo“ anschauen. bis zu nemos fluchtversuch haben wir es geschafft, dann haben wir beide geschlafen und als fröschi aufs zimmer kam sah sie ein vertrautes bild: schlafenden restfamilie….

fazit des tages: der see ist einfach nur herrlich.

tag 23/05 – 12.07.2013

große ereignisse werfen ihre schatten voraus. das alphornkonzert sorgt bei fröschi für lampenfieber. den kleinen mann lässt das völlig kalt. er freut sich erst mal auf turnen nach dem frühstück. allein wegen dieser turnstunden würde er – wahrscheinlich sogar ohne familie – nach davos ziehen.

l. machte sich auf den weg zur wochenschulung und ich ging mit strickzeug in die cafeteria um mir dort die zeit mit einer häkelnden mami zu vertreiben. mit mehreren macht es gleich doppelt spaß. leider hatte keine meiner angefixten kurkolleginnen zeit (ich hab bereit 200 g sockenwolle + 2 nadelspiele an die frau gebracht und es wird fleißig gestrickt) und so blieben wir zu zweit.

das mittagessen entlockte meinen kindern freudenschreie, bei anderen kindern stand der ekel ins gesicht geschrieben: fischstäbchen, salzkartoffeln, spinat und remoulade. die tochter nahm von allem, der kleine held verzichtete auf grün und aß 2 stückcken kartoffel und 7 (!) fischstäbchen. 1 mehr wie der serviceleiter J

mit so vollem bäuchlein fällt einem ein schläfchen gleich viel leichter. einschlafen um kurz vor 8 ging heute nämlich gar nicht. wir wollten nach dem konzert nämlich noch zur promenade…. dazu aber später mehr.

während also der kleine held schlief und ich frau doktas ergüsse verschlang, ging die tochter zur generalprobe. sie hatte soviel angst. wie sich nachher rausstellte völlig unbegründet (eliana war von ihrer stimme begeistert). mit einem wachen kind ging es dann auf den spielplatz und dort kam ich mit einer mutter ins gespräch. sie selbst ist patientin. lag jetzt erst lange im krankenhaus wegen asthma und ist hier als akutpatientin. alle 4 stunden gibt es eine ladung cortison über die vene. hammerhart. ich bete zu allem was um uns kreist, dass sich fröschis asthma mit der pupertät „verwächst“ und sich nicht in die falsche richtung wendet. drückt einfach mal die kommenden jahre die daumen J

nach dem abendessen, das bei l. sehr mager ausfiel (lampenfieber deluxe) machten wir uns auf den weg in den vortragssaal. nach einer kurzen begrüßung durch eliana burki ging es dann schon mit einer 5er gruppe jungs los. bisschen alphorn, bisschen trommeln und dann noch ein lied dazu. die gruppe der tochter machte sich toll. l. hatte so angst, dass sie keinen ton heraus bringt und war dann richtig gut. laut und kraftvoll hat es sich angehört. das lied der gruppe war auch schön anzuhören.

fröschi mit eliana burki

 

nach einem gemeinsamen „we are the champions“ war das konzert nach einer knappen stunde vorbei und viele, viele steine fielen von vielen, vielen herzen.

mit dem bus ging es dann nach davos rein. die hauptstraße wir im juli freitag abends für autos gesperrt, viele geschäfte haben auf und es gibt jede menge „fress-buden“ von vereinen. es ist eine tolle stimmung in einer sagenhaften kulisse. der kleine mann meinte jedenfalls, dass sich sein schläfchen gelohnt hat. eine der wenigen kostenlosen aktionen war ein glücksrad vorm sportgeschäft. als preis lockte eine base-cap und die steht den kindern sogar noch richtig gut.

mister cool

ich hab noch eine gar wunderbare entdeckung gemacht: ein weiteres woll-geschäft. in davos.

der himmel…..

leider samstag und montag geschlossen, aber vielleicht schaffen es der held und ich am dienstag morgen noch dahin…… lang wolle in neonfarben….. die wollte ich doch schon so lange….. mal sehen.

statt einem davos-t-shirt hat sich die tochter ein anderes andenken ausgesucht. ein band aus glasperlen. wunderhübsch und wie wir beim bezahlen erfahren haben, ist die eine perlenbändigerin hier pädagogin auf der jugendstation, die andere hat früher mal hier in der klinik gearbeitet. am stand hab ich dann ein zartes stimmchen gehört: „nimm mich mit, nimm mich mit, ich bin genau in deiner farbe!“ die stimme hatte recht. wunderschöne dunkelrote pandora-perlen……. eine extra für meinen ring hab ich mir auch noch gegönnt. wer weiß, wann ich das nächste mal an so farben hinlauf… wenn überhaupt?!?

nach einer portion southern fries mit ketchup und einem eis ging es dann zum bus und um kurz nach 10 waren wir wieder in der klinik. satt, müde und zufrieden – tagesziel mehr wie erreicht!!!

jetzt noch ein bisschen stricken und dann war es das auch für mich. morgen müssen wir stationen auf dem klinikgelände ablaufen. für das rätsel zum sommerfest der klinik am dienstag….

fazit des tages: fröschi ist spitze…

tag 22/06 – 11.07.2013

der letzte donnerstag in davos.

es ist kaum zu glauben, wie schnell die zeit hier vergeht. trotz unspektakulärem tagesablauf.

fröschis wöchentliches wiegen – frühstück – schulung – kindergarten – stricken mit cappuchino….. das war dann auch schon der vormittag.

zum mittagessen gab es heute spaghetti mit gemüsebolognese und zum nachtisch aprikosensorbet (jammi). es war wieder ausgesprochen lecker. allerdings bemerkt man den beginn den sommerferien in einigen bundesländern. der speisesaal füllt sich mit eltern und derer schulpflichtiger kinder, die die ferienzeit zur reha nutzen wollen.

nach dem essen machten wir gemeinsam eine kleine siesta, die wir mit lesen, malen und daddeln verbrachten. für den mittag war nichts grosses geplant, da fröschi ja ihren alphornkurs hatte. wir verbrachten deshalb die zeit völlig entspannt auf dem klinikspielplatz. zwischendurch holten wir uns 3 ein eis in der cafeteria und nach dem abendessen ging die tochter zum schwimmen mit ihrem girls-club und der kleine held und ich haben es uns mit „kung fu panda“ auf meinem bett gemütlich gemacht. zu gemütlich, wie es den anschein nahm. a. wollte nach der hälfte des films ins bett (es war gerade kurz vor halb 8) und ich konnte die augen auch kaum noch auf halten. ohne eine gestrickte masche war ich bereits im reich der träume, als die tochter um kurz nach 8 im zimmer stand. sie wechselte die dvd, zog sich mit m&ms und rivella noch ne folge „die 2“ rein und lies mich dann weiterschlafen…… die luft hier macht mich fertig 🙂

fazit des tages: keine ahnung – bin müde

tag 21/07 – 10.07.2013

der letzte mittwoch mit programm hier. DAS ging mal schnell.

die wochenschulung von fröschi beginnt erst um 9, turnstunde im kindergarten ebenfalls, deshalb konnten wir fast sowas wie ausschlafen. immerhin bis viertel 8. nach dem frühstück hat sich jeder auf den weg gemacht.

l. zur schulung, a. in die turnhalle und ich zur ambulanz. es gibt einen kompressor von pari (wie sich das anhört), der erzeugt vibrationen. mit einem speziellen vernebler bekommt man damit die sole und eventuelle medikamente bis in die letzte kopfhöhle. das wollte ich gerne mal versuchen und hab deshalb hier einen termin beim arzt, damit mir das verschrieben wird und ich es hier testen kann. ist bestimmt angenehmer, wie 10 cm lange, mit cortison getränkte tamponaden durch die nase geschoben zu bekommen.

nach dem termin ist nicht viel passiert. cappu, radio grischa und strickzeug reichen hier völlig zum glücklichsein. muss an der luft liegen….

zum mittagessen gab es dann heute hackbraten mit pommes und grünen bohnen. die kinder beschränkten sich auf die kartoffelstäbchen. alle am tisch fanden es lecker und waren satt und zufrieden. für den mittag hat sich der sohn mit dem tischnachbarn auf dem spielplatz verabredet. seine mami kam mit strickzeug und ich zeigte ihr ein 2re-2li-bündchen. spielende kinder ohne blutvergießen, strickende mamis nebendran – fast wie zuhause.

fröschi hatte ihren alphornkurs und machte danach mit ihrer mädels-bande die klinik unsicher. erste briefe steckten nachmittags auch schon an der tür. die handschrift sah aber gar nicht nach mädchen aus J

dann kam mein nasen-inhalations-testlauf. ich bin begeistert und brauch unbedingt so ein höllenteil für zuhause. ich hab seit jahren nicht mehr so frei atmen können. da ist die nasendusche ein sch….. dagegen. toll – einfach genial!

bis zum abendessen hab ich mit dem kleinen mann noch einen rundgang übers klinikgelände gemacht. natürlich mit abstecher in die cafftefferia um dort noch ein eis zu holen. er war ganz brav, hat auf mich gehört und ich habe diese zeit sehr genossen und hoffe auf viele wiederholungen.

wir waren bereits mit dem essen fertig, als die tochter vom konditionstraining kam. treffpunkt der familien war dann im kreativraum. dort steht der tischkicker und wir mamis haben nochmal ein bisschen die nadeln klappern lassen.

kurz vor 8 gings aufs zimmer, duschen und ab ins bett. hab ich eigentlich mal erwähnt, dass der kleine held hier jede nacht durchschläft. also zumindest nicht in mein bett kommt. das ist daheim nämlich schon fast dauerzustand. ein schlechter traum und dann ab zu mami und papi. allerdings schlafen wir hier alle 3 wie steine. ich hab gerade noch ein kapitel von frau dokta geschafft und dann war es auch schon duster…..

fazit des tages: 4 wochen sind genau die richtige länge…..

tag 20/8 – 09.07.2013

heute mal wieder extra früh raus. lungenfunktion stand auf dem plan und das bereit um 7:40 uhr. da wir die dame ungern ein 2tes mal ärgern wollten, waren wir um kurz nach 7 schon beim frühstück.

was soll ich sagen? wir waren überaus pünktlich und danach ging alles seinen gewohnten gang. die tochter zum 2ten tag der wochenschulung, der sohn in den kindergarten und ich wollte mich eventuell doch mal auf den weg nach klosters ins strickcafe machen. an der sache war nur ein haken: nach klosters geht es nur mit dem zug. das war mir dann doch etwas zu heikel, denn ich musste ja wieder pünktlich um 12 in der klinik sein, um die brut zum mittagessen zu geleiten. als maja, eine der nettesten kindergärtnerinnen überhaupt, hörte, dass ich gerne stricke und eigentlich gerne nach klosters wollte, meinte sie nur „da ist es aber sehr, sehr teuer. auch für davoser verhältnisse.“ sie gab mir dann noch den tipp, dass es ein kleines lädelchen beim bahnhof davos gibt, das auch wolle führt. mit einem juchzer machte ich mich auf den weg dorthin.

für eine liebgewonnene reha-kollegin sollte ich 6-fach sowo und eine häkelnadel mitbringen für mich stand nichts festes auf dem wunschzettel. nur einfach schöne wolle als andenken an die zeit hier. der laden hatte bei meiner ankunft noch gar nicht geöffnet, deshalb gönnte ich mir im kleinsten straßencafe von davos

nett

einen leckeren milchkaffee und ein paar seiten von josephine chaos (ich habe sehr gelacht).

soooooooo gut

die auswahl war dann leider etwas begrenzt und die meiste sockenwolle war von opal. die kauf ich jetzt nun nicht in der schweiz für das doppelte wie daheim. aber den einzigen bobbel 6-fach den hab ich dann doch genommen. da es sich bei den restlichen bobbelchen eher um die unbunten opalis handelte, sprangen mir 4 knäul baumwolle ins körbchen. schlappwaschen für die ganze familie in blau und grün strick ich irgendwann mal daraus.

die mitgebrachte wolle gefiel und ich konnte den kleinen held vom kindergarten abholen. dort kam er mir schon stolz mit einem halben eierkarton entgegen. der anblick der bastelei erklärte endlich die sehr, sehr bunten finger die vergangenen tage. er hat einen zwergenwald gebastelt. in klein. mein nichtmalenundnichtbastelnwollendes kind….. hach ♥

zum mittagessen gab es kalbsragout, kartoffelpürree und erbsen-karotten-gemüse. so lecker, dass mutti ins fresskoma fiel und erst um 3 mit dem kleinen held und der netten mami vom tisch und ihrem sohn zum see ging. dort waren wir ja nun wirklich schon oft, aber jedesmal gibt es was neues zu entdecken. ob das lustige autoaufkleber

ich konnte die autobesitzerin beeindrucken! ich hab es ihr fehlerfrei und fließend aufgesagt 🙂

sind oder absolut geniale ideen

lesebank

wetterfeste bücherbox

 

ein blick ans andere ende des sees beunruhigte uns.

es wird regen geben

man sah die berge nicht mehr. es regnete bereits in strömen dort drüben und der sonnenschein

aber hier ist es noch trocken

auf unserer seite des sees….. naja – keine ahnung, wie lange der noch anhielt. wir haben uns jedenfalls schnell für den rückweg entschieden und kamen gerade noch ins trockene.

beeindruckend

glück ist…. wenn man es gerade noch trocken ins lieblingscafe schafft….

 

wieder in der klinik gingen wir erst zum abendessen und dann noch zum tischkickern. während die kinder spielten hab ich damit begonnen, der nachbarmutti das sockenstricken nahe zu bringen. den rollrand (zur einstimmung mal nur ein paar rechte maschen) hat sie bereits, morgen machen wir uns ans bündchen.

fazit des tages: der große held fehlt mir….

tag 19/09 – 08.07.2013

diese woche: entspannung pur. da ich die vergangenen beiden wochen an allen schulungen teilgenommen habe, steht ab heute nichts mehr auf meinem terminplan.

nach dem frühstück ging es zur visite. alles im grünen bereich, allerdings von einer medi-reduktion sind wir weit entfernt. die tests hatten ergeben, dass das momentan nicht möglich ist. die restliche zeit sollte fröschis lunge einfach nur noch stabilität bekommen. wenn die werte zuhause dann weiterhin so gut sind, kann l. versuchen, wie sie mit weniger cortison klar kommt. ausserdem steht eine spritzenkur (hypersensibilisierung über 3 jahre) im raum. aber das wird nicht jetzt sofort entschieden. dazu braucht es auch noch jede menge überredungskunst gegenüber der patientin.

der kleine held war im kindergarten. ihm gefällt es dort sehr und er freut sich jeden tag darauf.

ich hab den morgen mit zimmer aufräumen, wäsche waschen, kaffee trinken und stricken verbracht. perfekt.

fröschi hat diese woche statt schule ihre wochenschulung. d.h. eine woche lang jeden vormittag asthmaschulung. all das, was ich mir in den vorträgen der ärzte und therapeuten angehört habe speziell für die kinder. so wird der selbstständige umgang mit asthma und den medis gelehrt. die tochter macht das ja bereits schon ganz toll und wird auch von allen gelobt.

zum mittagessen gab es nasi goreng. in einer kinderfreundlichen variante: alles separat. reis, gemüse und fleisch konnten am buffet selbst zusammenstellt werden. war mal wieder sehr lecker.

das töchterchen hat mit dem datum ihrer reha jede menge glück: sie hat eine woche lang alphorn-stunden bei eliana burki. die erste stunde hatte sie bereits und ist begeistert. hoffentlich steht das instrument nicht auf dem weihnachtswunschzettel 😉

für die kindergartenkinder wurde mittags outdoor-sport angeboten. der kleine mann wollte aber nicht schon wieder so pudding-beine wie beim letzten mal und so haben wir einen gemütlichen ausflug nach davos platz gemacht. rivella, erdbeeren und eis gekauft. mamis lesestoff gesichert und für den grossen held noch eine schöne postkarte erstanden. pünktlich zum gewitter waren wir wieder in der klinik.

kurz aber sehr heftig…

 

nach dem gewitter

 

die tochter beim schwimmtraining, der kleine mann und ich mal wieder ein paar runden uno gespielt und schwupps war es schon wieder zeit fürs abendessen. danach noch eine folge „die 2“ und das wars dann.

fazit des tages: stabilität ist wichtiger als weniger cortison (jetzt weiss ich auch, wie hoch die dosis in fröschis spray ist)

tag 18/10 – 07.07.2013

sonntag – ausschlafen, spät frühstücken und dann bis zum mittagessen daddeln, tischfussball spielen, lesen, stricken und mit dem grossen helden skypen.

dann mussten wir noch unseren rucksack packen, denn direkt nach dem essen wollten wir uns mit den tischnachbarn auf den weg zum rinerhorn machen.

dem kleinen held ist es nicht ganz wohl beim gedanken an die seilbahnfahrt…

das mittagessen war mal wieder äusserst lecker: geschnetzeltes züricher art, nudeln, broccoli, karotten, kohlrabi und zum nachtisch ein stück schoko-quark-birnen-roulade… statt ins fresskoma zu fallen, ging es zur bushaltestelle.

die tochter fand den gedanken mit der seilbahn zu fahren einfach nur cool, dem kleinen held wurde es mulmig dabei. aber erst mal mussten wir unsere fahrkarten kaufen. dank der günstigen konstellation 2 erwachsene und 4 kinder konnten wir eine familienkarte nehmen und mit der gästekarte haben wir nochmal kräftig gespart. damit wurde die fahrt auf den berg nicht ganz so kostspielig, wie zuerst befürchtet.

in der gondel wurde das fröschi dann ganz leise und der sohnemann hat aufgedreht.

~~~

alle zusammen waren wir begeistert von der aussicht und hatten mitleid mit den bauern, die am hang am heuen waren.

handarbeit, weil die wiese zu steil ist….

oben angekommen waren wir von den eindrücken erst mal erschlagen.

spielplatz

 

ein toller spielplatz mit allem was kinderherzen höher schlagen lässt. nach jeder menge rutschen, hüpfen und klettern war es zeit für eine erfrischung.

eis geht echt immer…

die preise waren …… zum kräftig schlucken (port. pommes 9 sfr, spaghetti mit tomatensosse 15.90 sfr). glücklicherweise waren die kinder satt und wollten „nur“ was kaltes trinken.

das war meins…. seit einem bösen absturz in amsterdam hab ich mir geschworen, nie wieder heineken…… konnte ja nicht ahnen, dass die brauerei auch zu dem holländischen riesen gehört. absturz blieb aber aus 😉

wer braucht schon meer?

das fläschen fanta für knapp 6 franken war glücklicherweise im budget drin 🙂 ein eis haben wir uns dann auch noch genehmigt und haben einfach das tolle ambiente da oben genossen.

irgendwann war es zeit für die abfahrt und lustigerweise haben wir dazu die gleiche gondel wie zum hochfahren erwischt. ohne grosse wartezeit ging es mit dem bus zurück zu klinik. nach dem abendessen sind die mädels noch zusammen ins schwimmbad, die jungs durften die jeweiligen badewannen auf den zimmern unsicher machen und nach dem film „rio“ und ein bisschen knabberei war der kleine mann freiwillig bettbereit.

ich hab noch ein bisschen mit meiner besseren hälfte geskypt und dann noch 2-3 maschen gestrickt 🙂 die luft – sie wissen ja. ich sollte mir für die nächste nachtschicht meines grossen helden eine portion davon mitnehmen.

fazit des tages: toll – toll – toll….